19 Nov

Weihnachtsfeiern: Alkohol und Autofahren vertragen sich nicht

Warum auch in der Adventszeit Alkohol am Steuer absolut tabu sein sollte.

Personen stoßen auf Weihnachtszeit an

Wie viel Alkohol darf ich trinken, wenn ich mit dem Auto fahre?

Die einzig richtige Antwort lautet: Am besten gar keinen! Zwar darf man in Österreich mit bis zu 0,5 Promille ein Fahrzeug in Betrieb nehmen, jedoch ist dies kein Freifahrtsschein für den ungemäßigten Konsum von Alkohol.

Fakt ist leider, dass vor allem in der Adventszeit und bei Weihnachtsfeiern häufig nicht nur gut gegessen, sondern meist auch überdurchschnittlich viel Alkohol konsumiert wird. Oft wird dabei mit Punsch oder Glühwein angestoßen – doch gerade bei diesen süßen, schmackhaften Getränken ist aufgrund des hohen Zuckeranteils beim Alkoholgehalt besondere Vorsicht geboten.

Leider passiert es häufig, dass sich Personen auch nach einigen Gläsern noch fahrtüchtig fühlen, obwohl dies schon lange nicht mehr der Fall ist. Denn tatsächlich ist es so, dass sich mit jedem Glas mehr, die Unfallgefahr erhöht. So ist die Gefahr zu verunfallen bei 0,5 Promille bereits doppelt so hoch, bei 0,8 Promille sogar fünf Mal höher und bei 1,2 Promille bereits 12 Mal höher als im nüchternen Zustand.

Damit nun die Feierlichkeiten in der Adventszeit nicht als Albtraum enden, bei denen man sich selbst oder gar unschuldige Verkehrsteilnehmer gefährdet, sollte beim Konsum von Alkohol in jedem Fall darauf verzichtet werden, selbst ein Fahrzeug in Betrieb zu nehmen und stattdessen auf alternative Heimkehrmöglichkeiten, wie öffentliche Verkehrsmittel oder Taxidienste, zurückgegriffen werden. Alkohol am Steuer ist nämlich absolut kein Kavaliersdelikt!

Alkohol-Mythen entsprechen nicht der Realität

Wurde das ein oder andere Glas zu viel erwischt, schwören viele Personen auf sogenannte Hausmittelchen oder halten an heiß diskutierten Mythen fest. So besteht bei vielen der Irrglaube, dass der Abbau von Alkohol durch das Trinken von Kaffee oder Energydrinks beschleunigt werden kann. Dem ist jedoch nicht so, denn pro Stunde baut der Körper generell maximal nur zwischen 0,1 und 0,15 Promille Alkohol ab. Auch viel Schlaf hilft nicht, den Alkoholpegel auf 0,0 Promille zu senken, weshalb auch am Morgen nach exzessivem Alkoholkonsum darauf verzichtet werden sollte, ein Fahrzeug in Betrieb zu nehmen.

Viele Personen sind außerdem der Meinung, dass durch Schwitzen Alkohol über die Haut ausgeschieden werden kann und glauben, dass sich ausgiebiges Tanzen bei Feierlichkeiten positiv auf die Abbaurate auswirkt. Fakt ist jedoch, dass der Abbau von Alkohol zu 95 Prozent von der Leber übernommen wird und lediglich die restlichen fünf Prozent über die Haut ausgeschieden werden. Das heißt, auch dies bleibt lediglich ein Mythos, auf den man sich nicht verlassen sollte.

Verkehrscoaching als rechtliche Konsequenz bei Alkohol am Steuer

Was kann passieren, wenn ich mich alkoholisiert hinters Steuer setze? Fakt ist, dass in jedem Fall mit schwerwiegenden Konsequenzen gerechnet werden muss. Einerseits gefährdet man dadurch nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Andererseits drohen hohe Strafen und rechtliche Konsequenzen, wenn man von der Exekutive aufgehalten wird.

Alkoholsünder mit mehr als 0,5 Promille werden zur Kasse gebeten und erhalten eine Vormerkung. Alkoholisierte Lenker mit 0,8 bis 1,19 Promille müssen hingegen nicht nur eine Geldstrafe bezahlen, sondern ihnen wird auch der Führerschein für einen Monat entzogen. Außerdem muss an einem Verkehrscoaching teilgenommen werden.

Bei diesem halbtägigen Kurs, der 100 Euro kostet, werden den Teilnehmern vor allem die Gefahren des Lenkens unter Alkoholeinfluss aufgezeigt, wodurch eine Verhaltensänderung herbeigeführt werden soll. Termine und nähere Infos zum Verkehrscoaching finden Sie unter https://www.verkehrscoaching.com/kursuebersicht/.

Appell für eine sichere Heimfahrt nach den Feierlichkeiten

Damit die Weihnachtsfeier oder der Ausflug auf den Weihnachtsmarkt nicht mit einer bösen Überraschung endet, sollte man sich bereits davor Gedanken über eine sichere Heimreise machen. Die beste Lösung wäre es, das eigene Fahrzeug am Tag der Weihnachtsfeier überhaupt stehen zu lassen und sich entweder zur Weihnachtsfeier bringen zu lassen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. So kommt man erst gar nicht in Versuchung, sich nach den Feierlichkeiten alkoholisiert hinters Steuer zu setzen.

Lässt es sich nicht darauf verzichten, mit dem eigenen Auto anzureisen, sollten nach dem Konsum von Alkohol unbedingt Taxidienste oder öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden.

Mit diesen Tipps wünschen wir Ihnen eine schöne, besinnliche und unfallfreie Vorweihnachtszeit!