12 Dez

Einzuhaltende Fristen beim Verkehrscoaching

Wissenswertes über den Zeitraum, in dem das Verkehrscoaching zu absolvieren ist und weitere relevante Fristen.

Seminarteilnehmer hören Vortragenden aufmerksam zu

Behördliche Frist für das Verkehrscoaching

Im Falle einer Alkoholisierung zwischen 0,8 und 1,19 Promille wird nicht nur der Führerschein für einen Monat entzogen, sondern es muss auch ein Verkehrscoaching absolviert werden.

Insgesamt hat man für die Teilnahme am Verkehrscoaching drei bis vier Monate Zeit, wobei die Frist individuell von der zuständigen Behörde vorgegeben wird und dem übermittelten Bescheid entnommen werden kann.

Absolviert man das Verkehrscoaching nicht innerhalb der angegebenen Frist, erhält man seinen Führerschein auch nicht wieder zurück. Im Gegenteil: Die Lenkberechtigung bleibt so lange entzogen, bis das Verkehrscoaching absolviert wurde und eine Teilnahmebestätigung vorliegt. Aus diesem Grund sollte die vorgegebene Frist für die Teilnahme unbedingt eingehalten werden.

Hinweis: Das Österreichische Rote Kreuz bietet in Kooperation mit der KFV Sicherheit-Service GmbH das Verkehrscoaching österreichweit an über 90 Standorten an. Wenn auch Sie dringend einen Kurs benötigen, können Sie den gewünschten Termin gleich direkt online buchen oder sich telefonisch mit unserem Service Center unter der Rufnummer 0664 304 04 03 in Verbindung setzen. Übrigens: Bei der Wahl des Kursortes sind Sie nicht an das Bundesland Ihres Hauptwohnsitzes gebunden!

Weitere Fristen bei Alkoholdelikten

Ein Verkehrscoaching ist nicht die einzige rechtliche Konsequenz, die droht, wenn man mit Alkohol am Steuer erwischt wird. Ermittelt die Exekutive einen höheren Promillewert als 1,19 blüht je nach Schwere des Delikts als Konsequenz eine Nachschulung oder eine Verkehrspsychologische Untersuchung. Auch Probeführerscheinbesitzer werden bei Missachtung der 0,0 Promillegrenze nicht zum Verkehrscoaching, sondern direkt zur Nachschulung gebeten. Dasselbe gilt für Personen, die erneut ein Alkoholdelikt mit mehr als 0,8 Promille begangen haben, denn auch sie müssen anstelle vom Verkehrscoaching direkt zur Nachschulung.

Die Nachschulung umfasst für alkohol- und drogenauffällige Lenker insgesamt vier Einheiten zu je 3,5 Stunden. Üblicherweise werden die Kurssitzungen im Laufe eines Monats absolviert. Die maximal einzuhaltende Frist liegt jedoch bei 40 Kalendertagen. Ist man verhindert, kann in begründeten Ausnahmefällen höchstens eine Sitzung im Rahmen eines kostenpflichtigen Einzelgesprächs nachgeholt werden.

Die Dauer der Verkehrspsychologischen Untersuchung bei Alkoholdelikten hingegen beträgt einmalig circa drei bis vier Stunden. Die Untersuchung muss innerhalb der Führerscheinentzugszeit absolviert werden. Zu beachten ist jedoch, dass die verkehrspsychologische Stellungnahme nur sechs Monate Gültigkeit hat. Beträgt die Entzugszeit also mehr als sechs Monate, sollte darauf geachtet werden, die Untersuchung nicht zu früh zu erledigen, da die Stellungnahme zum Zeitpunkt des Auslaufens der Führerscheinentzugszeit unbedingt gültig sein muss. Außerdem einberechnet werden sollte, dass die Ausstellung der verkehrspsychologischen Stellungnahme nach erfolgter Teilnahme rund zwei Wochen dauert.

Auch bei der Nachschulung und der Verkehrspsychologischen Untersuchung gilt: Nur dann, wenn die Fristen eingehalten werden, eine Teilnahmebestätigung bzw. eine positive verkehrspsychologische Stellungnahme vorliegt, erhält man seinen Führerschein zurück!

Auffrischung Erste-Hilfe-Wissen: Gesellschaftliche Verpflichtung statt gesetzlicher Frist

Setzt man sich alkoholisiert hinters Steuer, riskiert man nicht nur hohe Strafen, sondern mit jedem konsumierten Glas steigt auch die Gefahr, sich selbst oder andere zu verletzen. Unabhängig davon, ob man nun selbst in einen Unfall verwickelt wird oder ob man als Erstes an eine Unfallstelle gelangt, in jedem Fall gilt: Erste Hilfe leisten ist Pflicht!

Um im Ernstfall auch rasch und richtig reagieren zu können, sollte das Erste-Hilfe-Wissen regelmäßig (alle vier Jahre) aufgefrischt werden. Zwar gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Frist, wie lange ein Erste-Hilfe-Kurs Gültigkeit hat bzw. ab wann ein Auffrischungskurs fällig wird (außer bei betrieblichen Ersthelfern), jedoch wird aktiven Verkehrsteilnehmern nahegelegt, sich regelmäßig mit dem Thema auseinanderzusetzen.

In vielen Fällen ist es nämlich leider so, dass der letzte Erste-Hilfe-Kurs bereits ein paar Jahre zurückliegt – meist wurde dieser das letzte Mal im Rahmen der Führerscheinausbildung besucht. Dass das Wissen über die Jahre allmählich schwindet ist normal, kann jedoch im Ernstfall fatale Auswirkungen haben. Denn Fakt ist, dass es in einer Notsituation oftmals auf die ersten Sekunden bzw. Minuten ankommt, in denen die gesetzten ersten Maßnahmen einen erheblichen Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Aus diesem Grund ist die Auffrischung von Erste-Hilfe-Wissen sehr wichtig. Vor allem durch die praktischen Übungen in Erste-Hilfe-Kursen erlangt man Sicherheit, die sich positiv auf Handlungen im Ernstfall auswirkt.

Liegt auch Ihr letzter Erste-Hilfe-Kurs bereits eine Weile zurück? Dann buchen Sie gleich jetzt unter www.erstehilfe.at den nächsten Kurs in Ihrer Nähe.