23 Jan

Alkoholtest: Verweigerung mit Folgen

Welche Folgen es haben kann, den Alkoholtest durch die Polizei zu verweigern, lesen Sie in diesem Beitrag.

Junge Frau macht bei Polizeikontrolle einen Alkoholtest.

Verkehrskontrolle durch die Polizei

Egal ob am Heimweg von der Arbeit, dem Feierabendgetränk mit Kollegen oder tagsüber vom Einkaufen – eine Verkehrskontrolle durch die Polizei kann jederzeit erfolgen. Dabei werden oft nicht nur Führerschein und Fahrzeugpapiere kontrolliert, sondern auch die Fahrtüchtigkeit des Lenkers. Fakt ist, dass viele Autofahrer über ihre Rechte und Pflichten bei einer Alkoholkontrolle nicht oder zu wenig Bescheid wissen. Mitunter hält sich nach wie vor hartnäckig das Gerücht, dass eine Verweigerung des Alkoholtests keine Strafe zur Folge hätte.

Testgeräte: Alkoholvortestgerät oder Alkomat

Grundsätzlich testet die Polizei mit sogenannten Alkohol-Vortestgeräten. Diese sind jedoch nicht eichfähig und daher ist ein positives Ergebnis noch nicht unmittelbar mit rechtlichen Nachteilen wie Strafen verbunden. Der Vorteil der Vortestgeräte liegt darin, dass sie schnell einsatzfähig sind, da die 15-minütige Wartezeit – wie beim Alkomaten – wegfällt. So stellt die Polizei mit geringem Zeitaufwand fest, ob eine Alkoholisierung besteht oder nicht. Nüchterne Autofahrer können gleich weiterfahren, jene, bei denen der Test positiv ausgeht, müssen zur Atemluftuntersuchung mittels Alkomaten bleiben oder gegebenenfalls zur nächsten Polizeidienststelle mitkommen. Wird die gesetzliche vorgeschriebene Promillegrenze von 0,5 Promille (oder 0,1 Promille bei Probeführerscheinbesitzern) überschritten, drohen Geldstrafen und weitere Konsequenzen.

Verweigerung des Alkoholtests: Das sind die Folgen

Doch was passiert, wenn der Lenker den Alkoholtest verweigert? Grundsätzlich hat jeder das Recht, den Alkoholvortest zu verweigern. Das zieht noch keine Strafe nach sich, jedoch verpflichtet man sich damit automatisch zur Durchführung eines Alkomattests (außer es liegen medizinische Gründe vor). Wer jedoch auch den Alkomattest verweigert, macht sich hingegen strafbar – die Behörde geht dann vom selben Strafmaß aus, wie wenn der Lenker über 1,6 Promille im Blut gehabt hätte. Neben einer Geldstrafe von 1.600 bis 5.900 Euro wird der Führerschein für mindestens sechs Monate entzogen. Außerdem sind ein Besuch beim Amtsarzt und weitere Maßnahmen, wie eine Nachschulung und eine verkehrspsychologische Untersuchung, notwendig. Nähere Details zu diesen Produkten erhalten Sie auf der Website www.führerscheinweg.at

Blutabnahme bei begründeter Verweigerung: Bei Asthma darf man Alkomattest verweigern

Wer aus gesundheitlichen Gründen, wie z. B. einer Asthma-Erkrankung, den Alkomattest verweigert, weil er nicht durchgeführt werden kann, wird für eine Blutabnahme zum Arzt begleitet. Zwar darf die Polizei auch dazu niemanden zwingen, jedoch hat eine Weigerung dieselben Konsequenzen wie die Verweigerung eines Alkomattests.

Wie läuft ein Alkomattest ab?

Bei einer Alkoholkontrolle mittels Alkomaten hat die Testperson so kräftig in das Testgerät zu blasen, bis zwei verwertbare Messungen vorliegen. Für das Ergebnis wird der niedrigere gemessene Wert herangezogen. Damit die Messungen überhaupt verwertbar sind, muss seit dem letzten Alkoholkonsum zumindest eine Viertelstunde vergangen sein. Daher lässt die Polizei den betroffenen Lenker erst 15 Minuten warten. In dieser Zeit ist auch Essen, Rauchen und die Verwendung von Mundwasser verboten, damit das Testergebnis nicht verfälscht wird.

Um unangenehmen Situationen bei Verkehrskontrollen und möglichen Strafen ganz einfach zu entgehen, empfiehlt es sich, vor der Inbetriebnahme eines Fahrzeugs keinen Alkohol zu trinken. Wer sich dennoch in einer Alkoholkontrolle durch die Polizei wiederfindet, sollte allen Anweisungen der Beamten Folge leisten, da Verweigerungen diverse Strafen und weitere Konsequenzen nach sich ziehen.