30 Jun

Verkehrscoaching bei Drogen am Steuer

Bewusstseinsbildende Maßnahme wegen des Lenkens eines Fahrzeugs unter Suchtgiftbeeinträchtigung.

Frau sitzt benommen am Steuer

Lenken eines Fahrzeugs in einem durch Suchtgift beeinträchtigten Zustand – Strafen und Konsequenzen

Für Fahrzeuglenker, die unter dem Einfluss von Suchtgift ihr Fahrzeug in Betrieb nehmen oder lenken, wird es teuer: Neben den Kosten für die ärztliche Untersuchung müssen sie die Geldstrafe für das Verkehrsdelikt (diese kann zwischen 800 und 3700 Euro betragen) sowie die Kosten für das Verkehrscoaching (gesetzlich geregelt: ca. 100 Euro) bezahlen. Überdies können in bestimmten Fällen auch andere bewusstseinsbildende (Nachschulung) und/oder verkehrspsychologische (verkehrspsychologische Untersuchung) Maßnahmen verpflichtend sein. Nähere Details zu diesen Produkten finden Sie unter www.führerscheinweg.at.

Für die Feststellung einer Beeinträchtigung durch Suchtgift gibt es in Österreich – im Gegensatz zum Alkoholdelikt – keine Grenzwerte. Daher ist in diesem Fall die Untersuchung durch den Amtsarzt ausschlaggebend.

Prüfung der Beeinträchtigung durch Suchtgift

Die Beeinträchtigung durch Suchtgift führt dazu, dass die erforderliche Fahreignung nicht mehr gegeben ist. Daher dürfen Personen, die durch Drogen beeinträchtigt sind, ein Fahrzeug weder lenken noch in Betrieb nehmen. Wer dies trotzdem tut, macht sich strafbar.

Liegen für den Polizisten im Zuge der Anhaltung konkrete Anhaltspunkte für eine Beeinträchtigung durch Suchtgift vor, bringt er den Lenker zum Amtsarzt. Wenn zwar keine Vermutung auf Suchtgift jedoch auf allgemeine Beeinträchtigung vorliegt, setzt der Polizist ein Speichelvortestgerät ein. Wenn sich aufgrund des Ergebnisses des Speichelvortests ein Verdacht auf Beeinträchtigung durch Suchtmittel ergibt oder die Speichelprobe durch den Lenker verweigert wird, ordnet der Polizist ebenfalls eine klinische Untersuchung an. Stellt der Amtsarzt in weiterer Folge eine Beeinträchtigung durch Drogen fest, nimmt er beim Lenker einen Bluttest vor. Dieser kann zwar nicht gegen den Willen der betroffenen Person durchgeführt werden, bei Verweigerung droht jedoch eine höhere Strafe. Ist insbesondere das Ergebnis des Bluttests positiv, d.h. liegt eine Beeinträchtigung durch Suchtgift vor, wird eine Mitteilung an die zuständige Gesundheitsbehörde gemacht und Anzeige erstattet.

Bewusstseinsbildende Maßnahme: Das Verkehrscoaching

Stellt der Arzt eine Beeinträchtigung durch Drogen fest, ist von Gesetzes wegen rechtzeitig ein Verkehrscoaching zu absolvieren, damit der Lenker den Führerschein dauerhaft zurückerhält. Bei Überschreitung der von der Behörde definierten Frist kann es auch passieren, dass der Führerschein erneut entzogen wird.

Prinzipiell handelt es sich beim Verkehrscoaching um einen halbtägigen Kurs, der insgesamt vier Unterrichtseinheiten zu jeweils 50 Minuten umfasst. Der Gruppenkurs wird von Notfallsanitätern oder Ärzten des Österreichischen Roten Kreuzes und einem Verkehrspsychologen der KFV Sicherheit-Service GmbH durchgeführt. Dabei werden in erster Linie die Gefahren des Lenkens eines Kfz unter Suchtgiftbeeinträchtigung thematisiert.

Sie möchten sich zum Verkehrscoaching anmelden oder haben Fragen zum Ablauf oder den Inhalten des Kurses? Unser Servicecenter steht Ihnen gerne telefonisch unter der Rufnummer  0664 304 04 03 oder per Mail unter fragen@verkehrscoaching.com zur Verfügung. Weitere Kontaktmöglichkeiten sind außerdem unter dem Menüpunkt Kontakt ersichtlich.